Bus zum Gewerbegebiet Limes: Pflicht, nicht Kür

Im Gewerbegebiet Limes geht die Entwicklung weiter – ausdrücklich auch mit kleineren und mittelständischen Firmen aus der Region. Damit das im Alltag funktioniert, haben CDU und GRÜNE gemeinsam beantragt, dass der Gemeindevorstand mit RMV, den Verkehrsbehörden und dem Zweckverband ZWIGL die Einrichtung einer Bushaltestelle erneut prüft – inklusive fairer Regelungen im Zweckverband. Hintergrund: Das Gebiet ist interkommunal (Hammersbach, Limeshain, Büdingen); Lösungen und Kosten müssen daher verbandsweit geklärt werden. Wir waren mit den Firmen vor Ort im Gespräch. Die Rückmeldung ist eindeutig: Über 300 Mitarbeiter würden eine Busverbindung nutzen – besonders Azubis, Berufseinsteiger und Mitarbeiter ohne Auto. Ohne Bushaltestelle ist der Standort bei der Gewinnung neuer Mitarbeiter im Nachteil; das wurde uns mehrfach so benannt (nicht jeder hat einen Führerschein oder kann sich ein Auto leisten).

Was eine Bushaltestelle bringt:

Bessere Erreichbarkeit – unabhängig vom eigenen Pkw, weniger Park- und Straßenbelastung in Hammersbach und den Nachbarkommunen, weniger Lärm und Emissionen, Standortvorteil für die Betriebe – und sozial fairer für die Beschäftigten.

Grundsätzlich gilt: Ein Gewerbegebiet dieser Größe hätte nicht ohne Bushaltestelle (Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr) geplant werden dürfen – das war absehbar. Zur Einordnung: Von SPD-Seite wird auf einen Vorstoß aus 2018 verwiesen. Umgesetzt wurde er damals nicht. Seitdem hat sich die Lage verändert (u. a. neue Halle, weitere Ansiedlungen). Die Welt dreht sich weiter – eine erneute, sachliche Prüfung ist deshalb überfällig. Der Bau- und Planungsausschuss hat unseren Antrag einstimmig befürwortet. Jetzt braucht es eine zügige Klärung mit RMV, Zweckverband und Unternehmen – und, falls Hürden bestehen, eine klare Darstellung der Voraussetzungen, unter denen es möglich wird.

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